Jeder Mensch auf dieser Erde sucht nach etwas – nach Glück, nach dem perfekten Partner, nach der idealen Wohnung, nach der besten Arbeitsstelle. Wir suchen nach Zuneigung, Geborgenheit und dem perfekten Urlaubsort. Manchmal suchen wir auch ungewollt, wie nach einem verlegten Schlüssel. Dieses Suchen liegt tief in uns Menschen verwurzelt.
Die Jahreslosung aus Psalm 34,15 spricht genau davon: "Lass ab vom Bösen und tue Gutes. Suche Frieden und jage ihm nach." Doch was bedeutet dieser Frieden wirklich? Das hebräische Wort "Schalom" meint weit mehr als nur Abwesenheit von Konflikten – es umfasst ungefährdetes Wohlergehen, Glück, Ruhe, Sicherheit, Zufriedenheit und Gesundheit.
David, der Verfasser dieses Psalms, schrieb diese Worte in einer verzweifelten Situation. Als erfolgreicher Offizier am Hof von König Saul musste er plötzlich fliehen, als Saul ihn töten wollte. Er landete im Gefängnis des Philisterkönigs und stellte sich sogar wahnsinnig, um sein Leben zu retten. Und genau in diesem Tiefpunkt schreibt er: "Ich will den Herrn loben allezeit." David handelte nicht nach seinen Gefühlen, sondern nach der Wahrheit über Gott.
Der Weg zum Frieden führt über drei konkrete Schritte: Erstens, rede Gutes. Mit durchschnittlich 16.000 Wörtern täglich haben wir enormen Einfluss. Sprüche 18,21 sagt: "Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt." Deine Worte können aufbauen oder zerstören. Zweitens, tue Gutes. Echter Glaube zeigt sich in Taten – nicht um gerettet zu werden, sondern weil du bereits gerettet bist. Drittens, jage dem Frieden nach. Wie ein Löwe seiner Beute nachjagt, so sollen wir aktiv Frieden suchen – in der Gemeinde, in der Familie, am Arbeitsplatz.
Echter Frieden beginnt mit Frieden in dir selbst, mit Frieden mit Gott. Nur wer selbst Frieden hat, kann Friedensstifter sein. Jesus sagt in Matthäus 5,9: "Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Frieden suchen bedeutet aufeinander zugehen, sich demütigen können, den ersten Schritt machen.
